Am Freitag in der früh bin ich zusammen geklappt. Krank.
Kann nicht zur Arbeit. Dabei gäbe es dort so vieles zu erledigen! Warum lässt
Gott das zu? Ich bete. Die Krankheit muss weichen – in Jesu Namen.

Dann wird mir klar: Ich brauche eine Auszeit. Ich war mal
wieder wie der Hamster im Laufrad, ohne jede Chance auszusteigen:


auf der Arbeit immer weniger Leute, immer mehr zu tun –
wie überall halt! Ich bin zu pflichtbewusst, fühle mich für alles
verantwortlich. Gott hat mich so gemacht, aber übertreiben muss manˋs halt auch
nicht!


Jeder erteilt mir Aufträge: meine morgen erwachsene
Tochter, meine syrischen Nachbarn…


die Zwänge; Dinge, die man tun muss in diesem Leben:
Steuererklärung, sonst kriegt man kein Geld; Beihilfeanträge, sonst kriegt man
kein Geld; Wohnung putzen, sonst fühlt man sich nicht wohl (auch, wenn man
keine Kraft mehr hat)…

Meine Gedanken kreisen zusätzlich um alle diese Dinge. In
meiner Zeit mit Jesus am Morgen kann ich sie auch immer schlechter los lassen.
Noch nicht mal der Sonntagsgottesdienst verschafft mir mehr Befreiung von all
dem Ganzen.

Also denkt Jesus sich “Ich muss sie daraus holen, sonst geht
sie mir kaputt”. Wennˋs nicht anders geht. é voila: Bauchweh, Kopfweh,
Schwindel; und eine Ärztin, die sagt, ich müsste mich richtig auskurieren und
mich deshalb eine Woche krank schreibt.

Erst bin ich geknickt. Ich kann doch nicht alle im Stich
lassen, die von mir etwas verlangen! Das geht doch nicht.

Aber der HERR meint, die kämen auch ohne mich klar! Der hat
manchmal Vorstellungen!

Und ER begegnet mir, wie ER mir schon lange nicht mehr
begegnen konnte, weil ich einfach nicht den Kopf für IHN hatte. ER begegnet mir
als liebender, barmherziger GOTT, der mich von allen Verpflichtungen befreit.
ER gibt mir wieder Luft zum Atmen! Schluss mit Hamster im Laufrad. Ab und zu
muss ich aussteigen. Ich merke, wie meine Antennen sich wieder ganz auf IHN
ausrichten. Ich kann IHN wieder mit dem Herzen hören. ER ist da. ER bestimmt
mein Leben, nicht das Hamsterrad.

Dann bekomme ich plötzlich eine neue Vision: Ich mache einen
Blog, in dem ich meine Gedanken, Erlebnisse, Erkenntnisse niederschreibe.

Und hier ist die erste:

Eph. 2, 10b “…Gott hat alles, was wir tun sollen,
vorbereitet; an uns ist es nun, das vorbereitete auszuführen.” Die erste Frage,
die mir in den Sinn kommt ist folgende: Woher weiß ich, was GOTT für mich
vorbereitet hat? Ich habe oft Zweifel, ob das, was ich tue, Gottes Wille ist.
Da kommt mir die Bibelstelle: “Meine Schafe hören meine Stimme”. Das sagt Jesus
in Joh. 10, 27. ER muss es ja wissen! Bin ich sein Schaf? Ja, definitiv! Vor
gut 30 Jahren habe ich IHM mein Leben übergeben, habe vor IHM kapituliert und
IHM die Herrschaft in meinem Leben übertragen. Also höre ich seine Stimme. So
einfach ist das. Wir machen es halt manchmal viel zu kompliziert!

Danke, Herr. Das ist sehr entspannend! Das Leben kann so
einfach sein!

Darüber hinaus gibt es noch andere Bibelstellen, die mich
ermutigen, einfach vorwärts zu gehen, ohne mir allzu viele Gedanken zu machen:

“Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt” – Mt.
28,20 – Die letzten Worte Jesu im Matthäus Evangelium!

“Hätte ich Flügel und könnte mich wie die Morgenröte
niederlassen am äußersten Ende des Meeres, so würde auch dort deine Hand mich
leiten, ja, deine rechte Hand würde mich halten!” Ps. 139, 9.10